25 Jahre CAMPUS MEDIA Medienlandschaft im Umbruch: Die Jugendzeitschriften

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Was Hänschen nicht lernt

Der Blick auf das Segment der Zeitschriften im Bereich Jugend offenbart die Dramatik des Umbruchs im Printbereich und auch gleich sozusagen dessen Protagonisten.
Nur vier Jugendzeitschriften, die im Jahre 2000 von der IVW erfasst wurden, haben bis heute durchgehalten.
Ein Blick auf die Auflagenentwicklung dieser „fantastischen Vier“ stimmt dennoch wenig optimistisch.

Lag die verkaufte bzw. verbreitete Auflage aller vier Titel um die Jahrtausendwende noch bei über 1,3 Millionen, liegt sie heute bei knapp über 156.000.
Das sind gerade mal 12%. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn wir davon ausgehen, dass die Zeitschriften diese Zielgruppe endgültig verloren haben.
Erst in ihrem eigenen Segment und dann wohl auch als Erwachsene. Was Hänschen nicht lernt…

Und hier ist es jetzt an der Zeit, die vier „Überlebenden“ vorzustellen.
Es sind Bravo, Popcorn, Mädchen und, wenn auch nicht mehr IVW geprüft, die Zeitschrift Musikexpress.
Und wenn Sie nun glauben, dass in diesem Marktsegment das einzig Beständige der Wandel ist, dann müssen wir auch diese Hoffnung enttäuschen.
Tatsächlich lag die Gesamtauflage aller Jugendzeitschriften 2000 bei über 4,1 Millionen Heften.
Übrig geblieben sind davon die oben erwähnten 156.000. Das sind knapp über 3,8%.
Und das, obwohl der Medienkonsum in dieser Zielgruppe dramatisch zugenommen hat.

Für jede denkbare Aufgabenstellung stehen heute spezialisierte Kanäle zu Verfügung.
Wir finden, analysieren und nutzen sie.

Autor: Manfred Krupp 

25 Jahre CAMPUS MEDIA Medienlandschaft im Umbruch: Die 14-täglichen Frauenzeitschriften

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Negativer Trend für Frauenzeitschriften

Die Entwicklung der Frauenzeitschriften seit dem Jahr 2000 haben wir uns etwas differenzierter angesehen. Beginnen wollen wir heute mit den Titeln, die alle 14 Tage auf den Markt kommen. Vier davon – Brigitte, Freundin, Für Sie und Journal für die Frau – waren im Jahr 2000 IVW geprüft und hatten alle 2 Wochen eine Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Heften. Drei Titel (Journal für die Frau wurde eingestellt) sind auch heute noch im Markt. Deren Gesamtauflage ist zurückgegangen von 2,2 Millionen auf etwas über 540.000 (25%). Über 90.000 der aktuellen Auflage werden als ePaper verbreitet.

Um die Jahrtausendwende kostete eine ganzseitige Anzeige in den drei Frauen-Zeitschriften rund 200.000 € brutto. Heute, rund 25 Jahre später, bekommt man diese Titel für zusammen rund 150.000 €. Dem Auflagenverlust von 75% steht eine Kostenreduzierung von 25 % gegenüber. Inflationsbereinigt haben sich hier die Kosten pro 1.000 Hefte mehr als verdoppelt (215%). An der Erreichbarkeit der Zielgruppe hat sich nicht viel geändert, aber an der Medienselektion. Zumindest, wenn man aufgabengerecht und effizient seine Botschaften an die Frau bringen will.

Wir wollen uns nach und nach weitere Segmente des Printmarktes ansehen, um herauszufinden, ob noch irgendwo ein Bereich sich gegen den Trend entwickelt oder wenigstens so etwas wie ein „gallisches Dorf“ sich gegen den Niedergang wehren kann.

Autor: Manfred Krupp